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Tangie

Tangie

Wer den Namen Tangie hört, denkt sofort an Orangenschalen und Sonnenlicht, und genau dafür ist diese Sorte bekannt geworden. Der sativa-dominante Hybrid entstand aus einer Kreuzung von California Orange und Skunk und wurde in den 2010er Jahren von DNA Genetics neu aufgelegt. Seither gilt Tangie als eine der zitrusintensivsten Blüten überhaupt, getragen vom Terpen Limonen, das ihr den charakteristischen Duft nach frischer Mandarine verleiht. Medizinisch wird die Sorte häufig im Zusammenhang mit Entzündungen diskutiert, wenngleich die Studienlage zu einzelnen Terpenen noch jung ist und weitere Forschung braucht. Dieser Artikel ordnet Herkunft, Wirkung und mögliche Anwendungsbereiche von Tangie ausführlich ein.

Inhalt

  1. Tangie im Steckbrief: Genetik, Wirkstoffe und Blütezeit
  2. Herkunft & Genetik
  3. Aussehen & Wuchs
  4. Mögliche Anwendungsbereiche
  5. Mögliche Nebenwirkungen
  6. Tangie in Wirkung und Aroma: zwei Tabs im Detail
  7. 2 Sorten der Tangie im Wirkstoffvergleich
  8. Häufige Fragen zu Tangie

Tangie im Steckbrief: Genetik, Wirkstoffe und Blütezeit

Merkmal Wert
Kategorie Sativa-dominanter Hybrid
THC-Gehalt ca. 19 %
CBD-Gehalt ca. 1 %
Blütezeit ca. 9-10 Wochen
Dominantes Terpen Limonen
Weitere Terpene Myrcen, Beta-Caryophyllen
Genetik California Orange x Skunk (Auswahl von DNA Genetics/Crockett’s Family Farms)

Herkunft & Genetik

Tangie geht auf eine Kreuzung aus California Orange und einer Skunk-Linie zurück und wurde von der Amsterdamer Zuchtfirma DNA Genetics auf Basis einer Selektion von Crockett’s Family Farms neu herausgebracht. Die Sorte gilt als moderne Wiederauflage der in den 1990er Jahren populären Tangerine Dream, nutzt genetisch jedoch eine eigene Linienführung. Aus der California-Orange-Abstammung erklärt sich auch die enge verwandtschaftliche Nähe zu anderen zitrusbetonten Sativa-Hybriden wie Sour Tangie, die direkt aus einer Kreuzung mit Tangie hervorgegangen ist. Wer sich zusätzlich für citrus- und limonenbetonte Genetiken interessiert, findet mit Mandarin Cookies eine weitere verwandte Sorte aus demselben Terpenspektrum.

Aussehen & Wuchs

Tangie-Pflanzen wachsen typisch sativalastig, das heißt hochgestreckt mit eher lockeren, länglichen Blütenständen. Die Blüten zeigen ein helles, oft leicht goldgrünes Farbbild und sind dicht mit Trichomen überzogen, was den intensiven Geruch nach Orangenschale schon vor der Ernte spürbar macht. Unter Growern gilt die Sorte als vergleichsweise anspruchsvoll in der Höhe, weshalb im Indoor-Anbau häufig mit Techniken zur Wuchsbegrenzung gearbeitet wird. Die Blütezeit liegt bei etwa neun bis zehn Wochen, was für eine überwiegend sativalastige Genetik im mittleren bis eher kurzen Bereich liegt. Outdoor gedeiht Tangie am besten in einem warmen, mediterranen Klima, das der kalifornischen Herkunft der California-Orange-Elternlinie entgegenkommt.

Mögliche Anwendungsbereiche

In Erfahrungsberichten wird Tangie oft mit einem klaren, eher aktivierenden Wirkgefühl in Verbindung gebracht, das viele Patientinnen und Patienten am Tag nutzen. Im Vordergrund der medizinischen Diskussion steht dabei häufig das dominante Terpen Limonen, dem in präklinischen Untersuchungen entzündungshemmende Eigenschaften zugeschrieben werden. Eine im Fachjournal veröffentlichte Studie beschreibt beispielsweise, wie d-Limonen in einem Tiermodell zur rheumatoiden Arthritis die Ausschüttung entzündungsfördernder Botenstoffe wie Zytokine reduzieren und gleichzeitig entzündungshemmende Gegenspieler fördern konnte, was Rückschlüsse auf ein mögliches Potenzial bei entzündlichen Prozessen zulässt. Weitere Untersuchungen zu d-Limonen beschäftigen sich zudem mit Wirkmechanismen bei Hautentzündungen und Gelenkbeschwerden, wobei auch hier bislang überwiegend Labor- und Tiermodelle im Zentrum stehen. Solche Ergebnisse stammen also überwiegend aus Zell- und Tierversuchen, weshalb sie nicht unmittelbar auf die Wirkung der ganzen Blüte beim Menschen übertragbar sind. Eine Einschätzung durch ärztliches Fachpersonal bleibt deshalb bei jeder Anwendung notwendig, insbesondere bei bestehenden Vorerkrankungen oder gleichzeitiger Medikamenteneinnahme.

Mögliche Nebenwirkungen

Wie bei den meisten THC-haltigen Sorten können auch bei Tangie Mundtrockenheit und gerötete Augen auftreten. Bei empfindlichen Personen oder zu hoher Dosierung sind zudem innere Unruhe, Herzklopfen oder ein kurzfristiger Anstieg der Herzfrequenz möglich, da der aktivierende Charakter der Sorte diese Effekte begünstigen kann. Gelegentlich berichten Konsumierende auch von leichten Kopfschmerzen oder einem trockenen Rachen nach dem Inhalieren, insbesondere bei höheren Dosen. Menschen mit wenig Cannabiserfahrung sollten deshalb vorsichtig dosieren und Tangie eher tagsüber statt kurz vor dem Schlafengehen verwenden.

Tangie in Wirkung und Aroma: zwei Tabs im Detail

Tangie wird in der Community überwiegend als klar, wach und stimmungsaufhellend beschrieben, ohne dabei stark körperlich schwer zu wirken. Viele Anwenderinnen und Anwender berichten von einem spürbaren mentalen Antrieb, der sich für den Einsatz am Tag eignet, etwa bei Konzentration oder als Ausgleich zu einem angespannten Gemütszustand. Der eher sativalastige Charakter zeigt sich auch darin, dass ein starkes Schweregefühl im Körper bei dieser Sorte selten im Vordergrund steht.

Da die Wirkung von Cannabisblüten von individuellen Faktoren wie Dosierung, Konsumform und persönlicher Verträglichkeit abhängt, lassen sich diese Beschreibungen nicht verallgemeinern. Wer Tangie neu ausprobiert, sollte mit einer niedrigen Menge beginnen und die eigene Reaktion abwarten, bevor die Dosis langsam gesteigert wird. Für den Einsatz am Abend eignen sich in der Regel eher indicalastige Sorten mit ausgeprägterem Myrcenanteil, während Tangie ihr Potenzial vor allem tagsüber zeigt.

Geschmacklich steht bei Tangie die Zitrusnote klar im Vordergrund, die an frische Orangenschale und leicht süße Mandarine erinnert. Verantwortlich dafür ist in erster Linie das Terpen Limonen, das in zahlreichen Zitrusfrüchten vorkommt und auch in einer aktuellen Untersuchung zu entzündungsbezogenen Wirkmechanismen von d-Limonen thematisiert wird. Begleitet wird die fruchtige Basis von leicht süßlichen, erdigen Untertönen, die durch Myrcen und Beta-Caryophyllen entstehen und dem Aroma eine gewisse Tiefe verleihen.

Beim Anzünden oder Verdampfen zeigt sich häufig ein deutlicher Skunk-Unterton, der an die Skunk-Abstammung der Sorte erinnert und den süßen Zitrusgeschmack angenehm erdet. Diese Kombination aus fruchtiger Frische und würziger Basis macht Tangie zu einer der geschmacklich markantesten Sorten unter den limonenreichen Genetiken. Gerade beim Verdampfen bei moderater Temperatur bleiben die feinen Zitrusnoten besser erhalten als beim klassischen Verbrennen, da Limonen als Monoterpen vergleichsweise flüchtig ist und schon bei niedrigeren Temperaturen verdampft.

2 Sorten der Tangie im Wirkstoffvergleich

Die folgende Übersicht vergleicht verfügbare Tangie-Produkte nach THC- und CBD-Gehalt.

Produkt THC CBD
avaay 19/1 TNG 19 % 1 %
Vayamed Day 19/1 19 % 1 %

Häufige Fragen zu Tangie

Der Name leitet sich vom englischen Wort für Mandarine beziehungsweise Tangerine ab und bezieht sich auf das ausgeprägte Zitrusaroma der Sorte, das durch das Terpen Limonen entsteht.

Tangie gilt als überwiegend aktivierend und wird von vielen Anwenderinnen und Anwendern für den Tag beschrieben, da der sativalastige Charakter im Vordergrund steht.

Dominant ist Limonen, ergänzt durch geringere Anteile Myrcen und Beta-Caryophyllen, die dem Aroma eine erdig-würzige Tiefe geben.

In der Praxis wird Tangie gelegentlich im Zusammenhang mit Entzündungsprozessen erwähnt, da dem Terpen Limonen in präklinischen Studien entzündungshemmende Eigenschaften zugeschrieben werden. Eine medizinische Empfehlung ersetzt das jedoch nicht, weshalb eine Rücksprache mit Fachpersonal sinnvoll ist.

Die in unserer Datenbank gelisteten Tangie-Produkte liegen bei etwa 19 % THC und rund 1 % CBD.

Zu den bekanntesten Verwandten zählt Sour Tangie, eine direkte Kreuzung mit Tangie, sowie weitere zitrusbetonte Sativa-Hybride mit ähnlichem Terpenprofil.

Tangie wurde von der Amsterdamer Zuchtfirma DNA Genetics auf Basis einer Selektion von Crockett’s Family Farms herausgebracht und gilt als moderne Wiederauflage der Sorte Tangerine Dream aus den 1990er Jahren.

Hinweis

Diese Informationen dienen der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine ärztliche Beratung. Ob und in welcher Form eine Sorte für die individuelle Behandlung geeignet ist, entscheidet die verschreibende Ärztin oder der verschreibende Arzt.

Key Takeaways

  • Tangie ist ein sativa-dominanter Hybrid aus California Orange und Skunk
  • Das dominante Terpen Limonen prägt das markante Zitrusaroma
  • Die Wirkung gilt als klar, wach und eher für den Tag geeignet
  • Limonen wird in Studien entzündungshemmendes Potenzial zugeschrieben, Humandaten fehlen aber weitgehend
  • Verfügbare Produkte liegen bei etwa 19 % THC und 1 % CBD
Tags: Hybrid, Sativa-dominant

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