Über die Herkunft von Bashengo ist wenig gesichert. Manche Anbieter verorten die Sorte als indica-betonten Hybrid, andere sehen in ihr eine sativa-geprägte Linie mit Wurzeln in afrikanischen Landrassen. Übereinstimmend ist nur der Cannabinoidgehalt: Je nach Produktvariante liegt der THC-Wert zwischen 20 und 28 %, CBD bewegt sich bei rund 1 %. Nach Deutschland gelangt Bashengo unter anderem über den Import aus Kanada.
Bashengo im Überblick: Steckbrief mit THC, CBD und Terpenen
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Kategorie | Hybrid (Indica- oder Sativa-Dominanz je nach Quelle uneinheitlich beschrieben) |
| THC-Gehalt | 20-28 % (abhängig von Produktvariante) |
| CBD-Gehalt | ca. 1 % |
| Dominantes Terpen | Limonen |
| Weitere Terpene | Myrcen, Beta-Caryophyllen |
| Genetische Abstammung | nicht öffentlich bekannt, mehrfach als “gut gehütetes Geheimnis” bezeichnet |
| Herkunft/Import | u. a. Import aus Kanada; vereinzelt Bezug zu afrikanischen Landrassen |
Herkunft und Genetik: Warum die Abstammung von Bashengo umstritten bleibt
Ein Teil der Produktbeschreibungen macht zur Herkunft von Bashengo keine Angaben. Diese Quellen ordnen die Sorte allein über Cannabinoid- und Terpenprofil ein und beschreiben sie als fein austarierte Hybridlinie, die aus Kanada importiert wird. Die konkrete Elternlinie bleibt dabei unbenannt.
Vereinzelt kursiert die Kreuzung Animal Face x Baker’s Delight. Selbst die Quellen, die diese Angabe nennen, kennzeichnen sie ausdrücklich als nicht gesichert. Es handelt sich um eine im Umlauf befindliche Angabe, nicht um eine belastbar belegte Abstammung.
Ein englischsprachiger Erfahrungsbericht ordnet Bashengo dagegen in die Tradition afrikanischer Landrassen ein, mit Bezügen zu Südafrika, Malawi und Kongo, verbunden mit einer eher sativa-geprägten Charakteristik. Ähnlich wie bei der als asiatische Landrasse dokumentierten Sorte Hindu Kush wird auch hier ein für Landrassen typisches, weniger süß-fruchtiges Aromabild beschrieben.
Diese Angaben lassen sich nicht miteinander in Einklang bringen. Belastbar ist daher nur eine vorsichtige Einordnung als Hybrid mit uneinheitlich beschriebener Indica- oder Sativa-Betonung. Einig sind sich alle Quellen nur in einem Punkt: Bashengo ist eine für den regulierten medizinischen Markt selektierte Sorte mit standardisierter Qualität und gleichbleibendem Cannabinoidgehalt.
Aussehen und Wuchs der Blüten
Beschreibungen zum optischen Erscheinungsbild von Bashengo fallen vergleichsweise knapp aus. Die Blüten gelten als dicht und kompakt, gehalten in einem hellen Grünspektrum. Ein feiner, kristalliner Trichombesatz sorgt für eine sichtbar harzige Oberfläche.
Produktbeschreibungen heben zusätzlich hervor, dass die Blüten sorgfältig getrocknet und geschnitten sowie unbestrahlt nach Arzneibuch-Standard verarbeitet werden. Das betrifft allerdings die Verarbeitung, nicht das botanische Erscheinungsbild selbst. Zu Blütenhaaren, Kelchgröße oder einem möglichen violetten Einschlag liegen keine belastbaren Angaben vor.
Wirkung und Geschmack von Bashengo im Tab-Vergleich
Auch bei der Wirkung gehen die Beschreibungen auseinander, passend zur uneinheitlichen Indica-/Sativa-Einordnung. Der überwiegende Teil deutschsprachiger Quellen beschreibt einen ausbalancierten bis eher entspannenden Effekt: euphorische, glückliche Zustände, körperliche Entspannung, gesteigerten Appetit und eine gewisse Schläfrigkeit.
Ein englischsprachiger Erfahrungsbericht schildert dagegen einen sanfteren, langsamer aufbauenden, aber lang anhaltenden Effekt, der eher zerebral, energetisierend und stimmungsaufhellend wirkt. Wie stark und in welche Richtung die Wirkung ausfällt, hängt stark von Dosierung, individueller Verträglichkeit und gewählter Produktvariante ab. Bei Varianten mit bis zu 28 % THC empfiehlt sich ein vorsichtiger Einstieg.
Die meisten Beschreibungen zeichnen ein florales, zitrisch-frisches Aromabild mit würzig-pfeffrigem Abgang und erdiger Basis. Teils wird eine dezente Süße genannt, der Duft erinnert manche an getrocknete Wildblumen. Verantwortlich dafür ist vor allem das dominante Terpen Limonen, das Bashengo mit anderen limonenreichen, zitrusbetonten Sorten wie Island Sweet Skunk verbindet, ergänzt durch Myrcen (erdig-holzig, leicht minzig) und Beta-Caryophyllen (würzig-pfeffrig, holzig). Beta-Caryophyllen ist auch pharmakologisch gut untersucht, unter anderem als CB2-Rezeptor-selektives Terpen (Gertsch et al., PNAS 2008).
Der afrikanisch geprägte Erfahrungsbericht beschreibt das Aroma dagegen deutlich weniger süß und fruchtig, eher würzig, erdig und leicht bitter. Wie bei der Wirkung gilt: Das Geschmacksbild kann je nach Charge und Quelle spürbar variieren.
Wofür Patientinnen und Patienten Bashengo einsetzen
In Erfahrungsberichten wird Bashengo unter anderem bei Appetitlosigkeit, innerer Unruhe und Angstzuständen erwähnt. Auch Stimmungstiefs, muskuläre Verspannungen oder Verkrampfungen sowie allgemeines Stressempfinden werden genannt, vereinzelt auch Nervenschmerzen. Diese Angaben stammen aus Erfahrungsberichten und sind nicht medizinisch belegt.
Je nachdem, ob eine Quelle Bashengo eher als Indica oder als Sativa einordnet, verschiebt sich auch die Gewichtung der genannten Anwendungsbereiche. In den entspannungsorientierten Berichten stehen appetitanregende und beruhigende Effekte im Vordergrund, in den sativa-geprägten Berichten dagegen eher stimmungsaufhellende und aktivierende Aspekte.
Mögliche Nebenwirkungen im Blick behalten
Am häufigsten werden Mundtrockenheit sowie gerötete oder trockene Augen genannt. Bei empfindlichen Personen oder hoher Dosierung können zusätzlich Schwindel, ein beschleunigter Herzschlag oder kurzfristige Angstgefühle auftreten.
Wie gut die Sorte individuell vertragen wird, lässt sich schwer pauschal einschätzen, weil die Wirkung je nach Bericht so unterschiedlich beschrieben wird. Bei Produktvarianten mit bis zu 28 % THC ist ein niedrig dosierter Einstieg ratsam. Für allgemeine Hinweise zum Umgang mit medizinischem Cannabis bietet die Patienteninformation des BfArM eine gute Orientierung.
Bashengo Sorten und Produktvarianten im Vergleich
Bashengo ist unter mehreren Herstellern und in verschiedenen THC-Konzentrationen erhältlich. Die folgende Tabelle zeigt die aktuell dokumentierten Varianten.
| Produkt | THC | CBD |
|---|---|---|
| LUANA 20/1 Electric | 20 % | 1 % |
| LUANA 24/1 Electric | 24 % | 1 % |
| LUANA 28/1 Electric | 28 % | 1 % |
| Canify Cannabis Flos 20/1 CSF Ku. Bashengo | 20 % | 1 % |
| Canify Cannabis Flos 23/1 CSF Ku. Bashengo | 23 % | 1 % |
Häufig gestellte Fragen
Das lässt sich nicht eindeutig beantworten. Die meisten deutschsprachigen Quellen führen Bashengo als Hybrid mit tendenziell indica-betonten Effekten, ein englischsprachiger Erfahrungsbericht ordnet die Sorte dagegen eher sativa-geprägten afrikanischen Landrassen zu.
Je nach Produktvariante liegt der THC-Gehalt zwischen 20 und 28 %. Der CBD-Gehalt bewegt sich bei allen bekannten Varianten bei rund 1 %.
Dominant ist Limonen, ergänzt durch Myrcen und Beta-Caryophyllen. Zusammen ergeben sie das florale, zitrisch-würzige Aromabild, das in den meisten Beschreibungen genannt wird.
Öffentlich bekannt ist sie nicht. Mehrere Quellen bezeichnen die Genetik ausdrücklich als nicht bekannt oder als gut gehütetes Geheimnis, vereinzelt kursiert die nicht gesicherte Angabe Animal Face x Baker’s Delight.
Auch hier unterscheiden sich die Berichte. Während viele deutschsprachige Quellen eine eher zügig einsetzende, entspannende Wirkung beschreiben, berichtet eine englischsprachige Quelle von einem sanfteren, langsamer aufbauenden, dafür lang anhaltenden Effekt.
Hinweis
Diese Informationen dienen der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine ärztliche Beratung. Ob und in welcher Form eine Sorte für die individuelle Behandlung geeignet ist, entscheidet die verschreibende Ärztin oder der verschreibende Arzt.





