Alexander The Great trägt seinen Namen zu Recht, denn mit bis zu 28 % THC gehört dieser indica-dominante Hybrid zu den potentesten Sorten auf dem deutschen Medizinalcannabis-Markt. Hinter dem kraftvollen Namen steckt eine Kreuzung aus Grape Gasoline und Spritzer, die ein dichtes, harzreiches Blütenbild und ein würziges Aroma mit fruchtigen Noten hervorbringt. Dominiert wird das Terpenprofil von Limonen, das in der Forschung mit entzündungshemmenden Eigenschaften in Verbindung gebracht wird. Patientinnen und Patienten schätzen die Sorte vor allem wegen ihrer entspannenden, körperbetonten Wirkung am Abend. Der folgende Artikel erklärt Genetik, Wirkung, Geschmack und verfügbare Sorten im Detail.
Alexander The Great im Steckbrief: Genetik, Wirkstoffe und Blütezeit
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Kategorie | Indica-dominanter Hybrid |
| THC-Gehalt | 26-28 % |
| CBD-Gehalt | 0-1 % |
| Blütezeit | ca. 8-9 Wochen |
| Dominantes Terpen | Limonen |
| Weitere Terpene | Beta-Caryophyllen, Myrcen |
| Genetik | Grape Gasoline x Spritzer |
Herkunft & Genetik
Alexander The Great ist eine vergleichsweise junge Züchtung, die aus der Kreuzung zweier bekannter US-amerikanischer Linien entstanden ist. Die Genetik dieser modernen Sorte basiert auf der meisterhaften Kreuzung der fruchtigen Spritzer mit der kraftvollen Grape Gasoline Nummer 1. Aus dieser Kombination resultiert ein indica-dominanter Hybrid, der sowohl die diesel-würzigen Noten der Gasoline-Linie als auch die fruchtig-süße Seite von Spritzer in sich vereint. Der Name der Sorte spielt bewusst auf ihre außergewöhnliche Wirkstärke an, die sie in den oberen THC-Bereich moderner Hybridsorten katapultiert hat. Für den medizinischen Markt in Deutschland wird die Genetik unter anderem von Tyson 2.0 kultiviert und in standardisierter Form über Apotheken bereitgestellt. Wer sich für Sorten mit ähnlichem Terpenschwerpunkt interessiert, findet in Chemdog eine weitere Limonen-betonte Kreuzung aus der Diesel-Familie, während Blue Z eine vergleichbar beerig-fruchtige Aromarichtung bedient.
Aussehen & Wuchs
Die Blüten von Alexander The Great präsentieren sich dicht und kompakt, wie es für indica-dominante Hybride typisch ist. Dunkelgrüne, teils violett schimmernde Blattstrukturen, ein dichter Harzüberzug und orange Stempelfäden prägen das Erscheinungsbild. Die kompakte Wuchsform und die vergleichsweise kurze Blütezeit machen die Genetik unter Züchtern beliebt, auch wenn medizinische Patientinnen und Patienten die fertigen Blüten ausschließlich über Apotheken beziehen. Die hohe Trichomdichte sorgt zusätzlich für eine klebrige Oberfläche, die beim Zerkleinern deutlich an Harzgehalt erkennbar wird und auf den insgesamt hohen THC-Wert der Sorte hindeutet.
Mögliche Anwendungsbereiche
Im medizinischen Kontext wird Alexander The Great vor allem im Zusammenhang mit entzündlichen Beschwerden diskutiert. Das dominante Terpen Limonen wurde in präklinischen Untersuchungen mit entzündungshemmenden und schmerzlindernden Eigenschaften in Verbindung gebracht. Eine im Fachjournal ScienceDirect veröffentlichte Untersuchung prüfte gezielt die entzündungshemmenden Effekte ausgewählter Cannabinoide und Terpene an menschlichen Immunzellen. Auch eine aktuelle Übersichtsarbeit auf PubMed Central hält fest, dass Cannabisterpene über das sogenannte “Entourage”-Zusammenspiel mit Cannabinoiden eine schmerzlindernde Wirkung entfalten können. Durch die indica-dominante Ausrichtung und den hohen THC-Gehalt wird die Sorte zudem häufig bei Schlafproblemen und Muskelverspannungen in Betracht gezogen. Manche Patientinnen und Patienten berichten zusätzlich von einer spürbaren Entlastung bei chronischen Verspannungszuständen, wenn die entzündungshemmende Terpenwirkung mit der allgemein beruhigenden Gesamtwirkung zusammenkommt. Eine medizinische Anwendung sollte stets in Rücksprache mit einer behandelnden Ärztin oder einem behandelnden Arzt erfolgen.
Mögliche Nebenwirkungen
Wie bei den meisten THC-reichen Sorten können trockener Mund und trockene Augen auftreten. Aufgrund des hohen THC-Gehalts von bis zu 28 % sind außerdem Schwindel, ein beschleunigter Puls oder bei unerfahrenen Konsumierenden ein Gefühl von Benommenheit möglich. Die indica-typische, körperbetonte Wirkung kann zudem zu spürbarer Müdigkeit führen, weshalb ein Einsatz am Tag mit Vorsicht zu erwägen ist. Ausführliche Hinweise zu Risiken und Wechselwirkungen stellt das BfArM auf seiner Themenseite zu medizinischem Cannabis bereit.
Alexander The Great in Wirkung und Aroma: zwei Tabs im Detail
Die Wirkung von Alexander The Great setzt meist zügig ein und entwickelt sich rasch zu einem tiefen, körperlichen Entspannungsgefühl. Der hohe THC-Gehalt sorgt für eine spürbar intensive, beruhigende Wirkung, die Anwenderinnen und Anwender häufig als schwer und erdend beschreiben. Kopf und Körper werden gleichermaßen angesprochen, wobei die entspannende Komponente im Tagesverlauf deutlich überwiegt.
Für viele Patientinnen und Patienten eignet sich die Sorte daher besonders für den Feierabend oder die Nachtstunden, wenn Anspannung, Unruhe oder muskuläre Verspannungen im Vordergrund stehen. Aufgrund der Wirkstärke empfiehlt sich ein vorsichtiges, langsames Herantasten an die individuell passende Dosis, insbesondere bei geringer THC-Erfahrung oder bei gleichzeitiger Einnahme anderer Medikamente.
Geschmacklich präsentiert sich Alexander The Great als komplexes Zusammenspiel aus Diesel, Trauben und würzigen Erdnoten. Es kombiniert erdige, würzige Noten mit einem Hauch von Kiefer und Traube, was der Sorte ein vielschichtiges Aromaprofil verleiht. Verantwortlich dafür ist unter anderem das dominante Terpen Limonen, das für die leicht zitrusartige, auflockernde Komponente im Gesamtaroma sorgt.
Limonen zählt zu den am besten erforschten Cannabisterpenen und wird in wissenschaftlichen Arbeiten regelmäßig auf seine analgetischen und entzündungshemmenden Eigenschaften hin untersucht. Beim Zerbröseln der Blüten tritt der harzig-süße Traubenduft stärker in den Vordergrund, während beim Verdampfen eher die würzig-erdigen und leicht kiefrigen Noten dominieren. Insgesamt wirkt das Aroma von Alexander The Great vergleichsweise dicht und schwer, was gut zur körperbetonten, entspannenden Gesamtwirkung der Sorte passt.
2 Sorten der Alexander The Great im Wirkstoffvergleich
Die folgenden Produkte zeigen, wie sich THC- und CBD-Gehalt innerhalb der Alexander-The-Great-Genetik unterscheiden können.
| Produkt | THC | CBD |
|---|---|---|
| TYSON 2.0 28/1 | 28 % | 1 % |
| TYSON 2.0 26/1 | 26 % | 1 % |
Häufige Fragen zu Alexander The Great
Alexander The Great ist ein indica-dominanter Hybrid aus der Kreuzung von Grape Gasoline und Spritzer. Die Sorte ist für ihren hohen THC-Gehalt von bis zu 28 % und ihr würzig-fruchtiges Aroma bekannt.
Das dominante Terpen ist Limonen, das für zitrusartige Aromanoten und laut aktueller Forschung für mögliche entzündungshemmende Effekte verantwortlich gemacht wird.
In der Praxis wird die Sorte häufig im Zusammenhang mit entzündlichen Beschwerden sowie bei Schlafproblemen und Verspannungen diskutiert. Die konkrete Eignung sollte individuell ärztlich abgeklärt werden.
Durch den THC-Gehalt von 26 bis 28 % zählt die Sorte zu den potenteren Hybriden und entfaltet eine ausgeprägt körperbetonte, entspannende Wirkung.
Möglich sind unter anderem trockener Mund, trockene Augen, Schwindel und erhöhte Müdigkeit, insbesondere bei unerfahrenen Konsumierenden oder höherer Dosierung.
Aufgrund der stark entspannenden, indica-typischen Wirkung wird die Sorte eher für den Abend oder die Nacht empfohlen.
Die Sorte ist als verschreibungspflichtiges Arzneimittel ausschließlich über Apotheken mit gültigem Cannabisrezept erhältlich, etwa in Form der Produkte TYSON 2.0 28/1 und TYSON 2.0 26/1.
Hinweis
Diese Informationen dienen der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine ärztliche Beratung. Ob und in welcher Form eine Sorte für die individuelle Behandlung geeignet ist, entscheidet die verschreibende Ärztin oder der verschreibende Arzt.





