Der Name ist Programm: Gorilla Glue verdankt ihre Bezeichnung dem außergewöhnlich klebrigen Harzüberzug ihrer Blüten, der beim Anfassen fast wie Sekundenkleber wirkt. Die Sorte wird auch als GG4 oder Original Glue geführt und gilt als Hybrid, in der Literatur aber häufig als Indica-dominant beschrieben. Je nach Hersteller-Variante liegt der THC-Gehalt zwischen 20 und 30 Prozent, CBD spielt mit 0 bis 1 Prozent praktisch keine Rolle. In der breiteren Cannabis-Literatur kursieren teils noch höhere THC-Angaben. Bekannt ist Gorilla Glue vor allem für ihre stark körperlich entspannende, sedierende Wirkung.
Gorilla Glue im Überblick
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Kategorie | Hybrid, häufig als Indica-dominant beschrieben |
| THC-Gehalt | 20–30% (eigene Varianten), Literatur teils darüber hinaus |
| CBD-Gehalt | 0–1% |
| Dominantes Terpen | Limonen (Literatur nennt oft auch Beta-Caryophyllen als führend) |
| Weitere Terpene | Myrcen, Beta-Caryophyllen |
| Genetik | Chem’s Sister x Sour Dubb x Chocolate Diesel (GG-Strains-Linie) |
| Auch bekannt als | GG4, Original Glue |
Aussehen: Warum die Blüten wie Kleber wirken
Gorilla Glue bildet dichte, kompakte und vergleichsweise schwere Blütenstände in sattem Grün, durchzogen von orangefarbenen Blütenhaaren. Bei manchen Phänotypen zeigen sich zusätzlich violette Farbeinschläge. In Beschreibungen ist häufig von “chunky”, also klumpig-massig gewachsenen Buds die Rede, die sich optisch deutlich von schlankeren, sativa-typischen Blüten unterscheiden.
Namensgebend ist der außergewöhnlich dichte, glänzende Trichombelag. Er lässt die Blüten unter Licht regelrecht glitzern und macht sie extrem harzig und klebrig, ein Effekt, der beim Zerkleinern besonders auffällt. Wegen der Klebrigkeit wird für Gorilla Glue häufig ein Grinder mit Kief-Fach empfohlen.
Vom Markenrechtsstreit zur Kult-Sorte: Die Genetik
Gorilla Glue entstand nach übereinstimmenden Angaben mehrerer Quellen um das Jahr 2013 aus einer ungeplanten Kreuzung von Chem’s Sister, Sour Dubb und Chocolate Diesel. Die Züchter firmierten ursprünglich selbst unter dem Namen Gorilla Glue, benannten sich nach einem Markenrechtsstreit mit dem gleichnamigen Klebstoffhersteller aber in GG Strains um. Seither ist die Sorte zusätzlich unter den Namen GG4 und Original Glue bekannt.
Bei der genauen Einordnung gehen die Angaben auseinander. Ein Teil der Quellen beschreibt Gorilla Glue als ausgewogenen Hybrid mit einem Sativa-Indica-Verhältnis von rund 37 zu 63 Prozent, andere führen sie deutlicher als Indica-dominant mit bis zu zwei Dritteln Indica-Anteil. Auch die zugrunde liegende Produktdatenbank verzeichnet je nach Hersteller unterschiedliche Angaben zwischen Hybrid, Indica und Indica-dominant. Einig sind sich alle Quellen nur darin, dass es sich nicht um eine reine Sativa handelt.
Wegen ihrer Beliebtheit und ihres hohen THC-Gehalts diente Gorilla Glue zudem als Ausgangssorte für zahlreiche Kreuzungen, etwa Gorilla Cookies und Grease Monkey. Auch GMO Cookies führt über ihre Elternsorte Chemdawg eine ähnliche Genetik-Linie wie Gorilla Glue über deren Elternteil Chem’s Sister.
Wirkung und Geschmack von Gorilla Glue
Gorilla Glue gilt in Erfahrungsberichten als eine der körperlich stärker wirkenden Sorten überhaupt. Häufig beschrieben wird ein rasch einsetzendes Gefühl tiefer Entspannung, das in Euphorie übergeht und bei höherer Dosierung in ausgeprägte Müdigkeit mündet, in der Community scherzhaft als “an die Couch geklebt sein” bezeichnet. Insbesondere die höher dosierten Varianten ab etwa 25% THC gelten als intensiv, weshalb ein niedrig dosierter Einstieg empfohlen wird.
Manche Erfahrungsberichte nennen zusätzlich einen leicht appetitanregenden Effekt sowie ein spürbares Ruhe- und Schweregefühl im Körper. Das ordnet die Sorte für viele eher in den Abend- als in den Tagesbereich ein. Wie ausgeprägt die entspannende gegenüber der euphorisierenden Komponente ausfällt, wird in Berichten unterschiedlich beschrieben und dürfte auch von der jeweiligen Produktvariante abhängen.
Geschmacklich wird Gorilla Glue überwiegend als erdig-würzig mit deutlicher Diesel- und Kiefernnote beschrieben, teils ergänzt um leicht süßliche oder schokoladige Untertöne aus der Elternsorte Chocolate Diesel. Je nach Quelle wird entweder Limonen oder Beta-Caryophyllen als führendes Terpen genannt, dazu kommt meist Myrcen mit seiner erdig-moschusartigen Tiefe. Einzelne Beschreibungen ergänzen das Profil um feine saure Noten von der Elternsorte Sour Dubb sowie einen würzig-pfeffrigen Unterton von Beta-Caryophyllen.
Insgesamt gilt der Geruch als intensiv und durchdringend, weshalb geruchsdichte Aufbewahrung empfohlen wird. Eine im Fachjournal Pharmacological Reviews veröffentlichte Übersichtsarbeit ordnet Limonen neben Myrcen, Pinen, Linalool, Beta-Caryophyllen und Humulen als einen der cannabistypischen Terpene mit möglichem entzündungshemmenden und schmerzlindernden Potenzial ein, was zu den in Erfahrungsberichten beschriebenen körperlichen Effekten passt.
Wofür wird Gorilla Glue eingesetzt?
In der allgemeinen Cannabis-Literatur wird Gorilla Glue häufig im Zusammenhang mit chronischen Schmerzen, Schlafproblemen, Stress, Angstzuständen und Appetitlosigkeit genannt. Manche Beschreibungen führen die Sorte zudem im Zusammenhang mit Übelkeit oder allgemeiner Anspannung an.
Das sind keine sortenspezifisch belegten medizinischen Wirkungen, sondern verbreitete Erfahrungsberichte aus der Cannabis-Community. Ob und wofür die Sorte im Einzelfall geeignet ist, sollte immer gemeinsam mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt besprochen werden. Einen guten Überblick zu medizinischem Cannabis in Deutschland bietet die Patienteninformation des BfArM.
Mögliche Nebenwirkungen
Wie bei den meisten THC-reichen Sorten können Mundtrockenheit und gerötete, trockene Augen auftreten. Aufgrund der oft hohen THC-Werte sind bei empfindlichen Personen oder zu hoher Dosierung auch Schwindel, Kopfschmerzen, ein beschleunigter Herzschlag oder kurzfristige Angst- und Unruhegefühle möglich.
Gerade die stark entspannende, sedierende Wirkung kann bei unerfahrenen Konsumierenden als überraschend intensiv empfunden werden. Wer neu im Umgang mit stärker dosiertem Cannabis ist, sollte niedrig dosiert beginnen und die Wirkung abwarten, bevor nachdosiert wird.
Gorilla Glue Sorten und THC-Gehalt im Vergleich
Gorilla Glue ist bei mehreren Herstellern mit unterschiedlichem THC-Gehalt gelistet:
| Produkt | THC | CBD |
|---|---|---|
| 420 Natural 20/1 CA GG4 | 20% | 1% |
| 420 Natural 22/1 CA GG4 | 22% | 0,9% |
| Soma OG 22/1 CC Gorilla Glue | 22% | 1% |
| IMC THC25 T03 | 25% | 1% |
| IMC THC 27 Gorilla Glue | 26% | 0,1% |
| IMC THC30 T03 GG4 | 30% | 1% |
Häufig gestellte Fragen zu Gorilla Glue
Gorilla Glue ist ein Hybrid, wird in der Literatur aber häufig als Indica-dominant beschrieben. Die genaue Einordnung schwankt je nach Quelle zwischen ausgewogenem Hybrid und deutlichem Indica-Einschlag.
Je nach Hersteller-Variante zwischen 20 und 30 Prozent, in der allgemeinen Cannabis-Literatur werden teils auch höhere Werte genannt.
In den eigenen Varianten ist Limonen am häufigsten als dominantes Terpen angegeben, in der Literatur wird oft auch Beta-Caryophyllen als führend genannt. Dazu kommt meist Myrcen.
Der Name geht auf die außergewöhnlich harzigen, klebrigen Blüten zurück, die an den gleichnamigen Klebstoff erinnern. Nach einem Markenrechtsstreit firmiert die Züchterlinie inzwischen als GG Strains, die Sorte wird auch als GG4 oder Original Glue bezeichnet.
Bei gerauchten oder verdampften Blüten meist innerhalb weniger Minuten, mit einem raschen Übergang in ein tiefes, körperlich betontes Entspannungsgefühl.
Hinweis
Diese Informationen dienen der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine ärztliche Beratung. Ob und in welcher Form eine Sorte für die individuelle Behandlung geeignet ist, entscheidet die verschreibende Ärztin oder der verschreibende Arzt.





