Ice Cream Man trägt seinen verspielten Namen zu Recht: Die indicalastige Hybridsorte verbindet ein cremig-süßes Aroma mit einer spürbar entspannenden Wirkung. Gezüchtet aus der Kreuzung von Jet Fuel Gelato und Legend Orange Apricot, vereint die Sorte dichte, harzreiche Blüten mit einem komplexen Terpenprofil rund um Beta-Caryophyllen. Medizinisch wird Ice Cream Man vor allem bei Angstzuständen und entzündungsbedingten Beschwerden diskutiert. In Apotheken ist die Sorte aktuell als Barrocas-Importware aus Portugal in zwei Wirkstoffstärken erhältlich.
Ice Cream Man im Steckbrief: Die wichtigsten Eckdaten
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Kategorie | Indica-dominanter Hybrid |
| THC-Gehalt | 16-18 % |
| CBD-Gehalt | 0-1 % |
| Blütezeit | ca. 8-9 Wochen |
| Dominantes Terpen | Beta-Caryophyllen |
| Weitere Terpene | Limonen, Myrcen, Terpinolen |
| Genetik | Jet Fuel Gelato x Legend Orange Apricot |
Herkunft & Genetik
Ice Cream Man wurde von Compound Genetics gezüchtet und entstand aus der Kreuzung von Jet Fuel Gelato und Legend Orange Apricot. Damit bringt die Sorte gleich zwei bekannte Genetik-Linien zusammen: die harzige, dieselartige Gelato-Abstammung und die fruchtig-zitrusartige Note der Orange-Apricot-Linie. Herausgekommen ist ein indica-dominanter Hybrid, der in deutschen Apotheken unter dem Produktnamen Barrocas ICM geführt wird und aus portugiesischem Anbau stammt. Wer sich für verwandte Beta-Caryophyllen-Sorten interessiert, findet mit der erdig-würzigen Black Lavender oder der fruchtig-süßen Blueberry Pancakes zwei Hybride mit ähnlichem Terpenschwerpunkt. In deutschen Apotheken wird Ice Cream Man ausschließlich über den Großhändler Cansativa vertrieben, der die Blüten aus portugiesischer Produktion importiert.
Aussehen & Wuchs
Die Pflanzen wachsen eher hochwüchsig und bilden dichte, konische Blütenstände mit einem feinen Überzug aus harzigen Trichomen. Vereinzelt zeigen sich orangefarbene Stempelfäden, die sich deutlich von den dunkelgrünen Blattstrukturen abheben. Typisch für die Genetik sind enge Internodien und ein hoher Kelch-zu-Blatt-Anteil, wodurch sich die Blüten vergleichsweise leicht manikürieren lassen. Die kompakte Blütenstruktur und der hohe Harzertrag machen die Sorte auch für die Weiterverarbeitung interessant, was sich in ihrer Beliebtheit bei Züchtern mit Dessert-Genetik widerspiegelt. In Innenräumen kultiviert, profitiert Ice Cream Man von einer kontrollierten Luftfeuchtigkeit gegen Ende der Blüte, um der dichten Struktur der Blütenstände vorzubeugen.
Mögliche Anwendungsbereiche
Im Vordergrund der medizinischen Anwendung steht bei Ice Cream Man die beruhigende, angstlösende Wirkung. Verantwortlich dafür wird unter anderem das dominante Terpen Beta-Caryophyllen gemacht, das als einziges bekanntes Terpen direkt an CB2-Rezeptoren des Endocannabinoid-Systems bindet. Eine im Fachjournal Physiology & Behavior veröffentlichte Tierstudie zeigt, dass Beta-Caryophyllen (BCP) in Modellen für Angst- und depressionsähnliches Verhalten getestet wurde und in Mäusen angstlösende Effekte zeigte . Darüber hinaus wird dem Terpen eine immunmodulierende Komponente zugeschrieben: Fachliteratur beschreibt Beta-Caryophyllen als CB2-Rezeptor-selektives Cannabinoid mit potenten entzündungshemmenden, antiviralen und immunmodulierenden Eigenschaften . Patientinnen und Patienten mit Immunproblemen oder entzündlichen Beschwerden könnten daher von diesem Wirkprofil profitieren, auch wenn belastbare klinische Studien am Menschen bislang fehlen.
Mögliche Nebenwirkungen
Wie bei den meisten THC-haltigen Indica-Sorten können trockene Augen und Mundtrockenheit auftreten. Durch die entspannende, teils sedierende Wirkkomponente ist zudem mit Müdigkeit und verminderter Reaktionsfähigkeit zu rechnen, weshalb von der Teilnahme am Straßenverkehr nach dem Konsum abzuraten ist. Bei zu hoher Dosierung berichten manche Anwender zudem von Schwindel, leichtem Kopfschmerz oder kurzzeitig verstärkter innerer Unruhe. Personen mit wenig Konsumerfahrung sollten daher mit einer niedrigen Einzeldosis beginnen und die Wirkung langsam steigern, idealerweise in Begleitung und in einer vertrauten Umgebung.
Ice Cream Man in Wirkung und Aroma: zwei Tabs im Detail
Die Wirkung von Ice Cream Man setzt meist zügig ein und wird von Anwendern als körperlich entspannend bis leicht sedierend beschrieben. Viele berichten zudem von einem euphorischen, stimmungsaufhellenden Begleiteffekt, bevor die beruhigende Indica-Komponente überwiegt. Dieses Zusammenspiel macht die Sorte besonders für den Abend interessant, etwa zum Ausklang eines stressigen Tages oder zur Unterstützung beim Einschlafen.
Durch den hohen THC-Gehalt von bis zu 18 % empfiehlt sich gerade für unerfahrene Patientinnen und Patienten ein vorsichtiger Einstieg mit niedriger Dosierung. Die körperliche Entspannung kann dabei helfen, muskuläre Verspannungen zu lösen, ohne dass die geistige Klarheit vollständig verloren geht.
Gerade die Kombination aus leichter Euphorie und körperlicher Ruhe wird von Patientinnen und Patienten mit innerer Unruhe oder angespannter Grundstimmung als angenehm beschrieben. Da die Wirkung mit steigender Dosis deutlich an Intensität zunimmt, lohnt sich ein schrittweises Herantasten über mehrere Anwendungen hinweg.
Geschmacklich präsentiert sich Ice Cream Man cremig-süß mit einer deutlichen Fruchtnote, die an Aprikose und Beeren erinnert. Im Hintergrund schwingt eine leichte Diesel- beziehungsweise Gasnote mit, die typisch für die Gelato-Genetik ist. Verantwortlich für dieses vielschichtige Aroma ist das Zusammenspiel von Beta-Caryophyllen mit Limonen und Myrcen: Während Beta-Caryophyllen für die würzig-pfeffrige Tiefe sorgt, ein Effekt, der laut einer Übersichtsarbeit auf die Bindung an CB2-Rezeptoren zurückgeht, tragen Limonen und Myrcen die fruchtig-erdigen Akzente bei.
Beim Verdampfen oder Rauchen zeigt sich häufig eine süße, fast dessertartige Note mit einem Hauch Vanille, die den Namen der Sorte unterstreicht. Diese Kombination aus Süße und würziger Tiefe gilt als charakteristisch für Gelato-Abkömmlinge und macht Ice Cream Man geschmacklich leicht wiedererkennbar. Auf dem Nachgeschmack bleibt oft eine leicht harzige, fast nussige Komponente zurück, die erst nach einigen Sekunden abklingt und das vielschichtige Terpenprofil der Sorte unterstreicht.
2 Sorten der Ice Cream Man im Wirkstoffvergleich
Die folgenden Barrocas-Präparate zeigen, wie sich der THC-Gehalt von Ice Cream Man je nach Charge unterscheiden kann.
| Produkt | THC | CBD |
|---|---|---|
| Barrocas ICM 18/1 | 18 % | 1 % |
| Barrocas ICM 16/1 | 16 % | 1 % |
Häufige Fragen zu Ice Cream Man
Ice Cream Man ist ein indica-dominanter Hybrid aus der Kreuzung von Jet Fuel Gelato und Legend Orange Apricot. Die Wirkung fällt entsprechend überwiegend körperlich entspannend aus.
Das dominante Terpen ist Beta-Caryophyllen, ergänzt durch Limonen, Myrcen und Terpinolen. Diese Kombination sorgt für das würzig-fruchtige Aroma der Sorte.
In der Praxis wird die Sorte vor allem bei Angstzuständen sowie im Zusammenhang mit entzündlichen oder immunbedingten Beschwerden diskutiert. Grundlage dafür ist die CB2-Rezeptor-Affinität von Beta-Caryophyllen, dem dominanten Terpen der Sorte. Eine Therapieentscheidung sollte stets gemeinsam mit einer behandelnden Ärztin oder einem Arzt getroffen werden.
Die in deutschen Apotheken erhältlichen Barrocas-Produkte liegen bei 16 beziehungsweise 18 % THC, bei einem CBD-Gehalt von rund 1 %.
Durch die indica-dominante Wirkung kann die Sorte müde machen, insbesondere in höherer Dosierung. Deshalb eignet sie sich eher für den Abend als für den Tag.
Hinweis
Diese Informationen dienen der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine ärztliche Beratung. Ob und in welcher Form eine Sorte für die individuelle Behandlung geeignet ist, entscheidet die verschreibende Ärztin oder der verschreibende Arzt.





