Platinum Pavé gilt in der Cannabis-Community als Sorte für erfahrene Konsumierende, nicht als Einstiegssorte. Grund ist der teils sehr hohe THC-Gehalt, mit dem der Hybrid aus dem Haus Compound Genetics deutlich über dem Durchschnitt vieler anderer Sorten liegt. Je nach Hersteller-Variante bewegt sich der Wert zwischen 22 und 28 Prozent, CBD spielt mit 0 bis 1 Prozent praktisch keine Rolle, international werden vereinzelt sogar Spannen bis 34 bis 36 Prozent genannt. Erkennbar wird die Sorte vor allem über ihr minzig-süßes Aroma mit Zitrus-, Trauben- und Vanillenoten sowie den dichten, fast platinfarben schimmernden Trichombelag, der ihr den Namen gegeben hat.
Platinum Pavé Steckbrief
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Kategorie | Hybrid (Literatur uneinheitlich: teils ausgewogener 50/50-Hybrid, teils Indica-dominant geführt) |
| THC-Gehalt | 22–28% (eigene Varianten), Literatur sehr breit gestreut: teils 18–24%, teils 27–30%, vereinzelt bis 34–36% |
| CBD-Gehalt | 0–1% |
| Dominantes Terpen | Limonen |
| Weitere Terpene | Caryophyllen, Linalool, Myrcen, Pinen, Fenchol |
| Genetik | Spritzer x Pavé (Compound Genetics) |
Wie sieht Platinum Pavé aus?
Die Blüten wachsen dicht gepackt und teils spitz zulaufend, fast wie kleine Spaten. Die Grundfarbe reicht von waldgrün bis olivgrün, häufig durchzogen von violetten bis royalvioletten Nuancen. Dünne, orangefarbene Blütenhaare setzen zusätzliche Farbakzente.
Namensgebend ist die besonders dichte, glitzernde Trichomschicht. Sie verleiht den Blüten einen fast silbrig-frostigen, platinfarbenen Schimmer, der aus der Nähe betrachtet sofort erklärt, woher der Name Platinum Pavé stammt.
Genetik und Zuchtlinie
Platinum Pavé stammt aus der Zucht von Compound Genetics und geht auf eine Kreuzung aus Spritzer und Pavé zurück. Spritzer wiederum ist eine Kreuzung aus Runtz und einem MAC1-x-Grape-Pie-Hybrid. Pavé entstand aus Paris OG und The Menthol, einer Linie, die über weitere Kreuzungen bis zu Chemdawg, Skunk #1 und Northern Lights zurückreicht, ähnlich wie bei der ebenfalls über Skunk #1 geprägten Island Sweet Skunk. Einzelne Quellen nennen als Elternpflanze auch “Pavé S1”, eine selbstbestäubte Version von Pavé.
Bei der Einordnung als Sorten-Kategorie gehen die Quellen auseinander. Ein Teil der Literatur beschreibt Platinum Pavé als ausgewogenen 50/50-Hybrid, andere führen die Sorte als Indica-dominant. Über den Elternteil Paris OG reicht die Genetik zudem in dieselbe Kush-Familie wie OG Kush, unabhängig von der genauen Einordnung gilt Platinum Pavé aber durchgehend als potente, aus mehreren bekannten US-Zuchtlinien zusammengeführte Hybrid-Sorte.
Wirkung und Geschmack von Platinum Pavé
Konsumierende beschreiben bei Platinum Pavé häufig einen zweiphasigen Verlauf. Zu Beginn steht meist eine energetisierende, stimmungsaufhellende und leicht euphorische Phase, die manche als kreativitätsfördernd beschreiben. Im weiteren Verlauf geht diese Anfangsphase in eine spürbare, körperbetonte Entspannung über, teils als “Body-Buzz” oder leichtes Kribbeln beschrieben.
Diese Kombination wird in Erfahrungsberichten oft als ausgewogen bezeichnet, je nach Dosierung lässt sich die Sorte tagsüber wie abends einsetzen. Wie stark und wie schnell die Wirkung eintritt, hängt von Dosierung, Verträglichkeit, Konsumform und Produktvariante ab. Angesichts der teils sehr hohen THC-Werte in der Literatur empfiehlt sich ein vorsichtiger Einstieg.
Platinum Pavé wird häufig mit einer minzig-kühlen, an Menthol erinnernden Note beschrieben, begleitet von süßer, cremiger Zitrusfrucht sowie Vanillenuancen. Ergänzt wird das Profil durch würzige Traubenaromen sowie erdige Diesel- bzw. Treibstoffnoten.
Verantwortlich dafür ist in erster Linie das dominante Terpen Limonen, das für die frisch-zitrische Basis sorgt, ergänzt durch Caryophyllen (würzig-pfeffrig), Linalool (blumig-beruhigend), Myrcen (erdig-moschusartig), Pinen (waldig-frisch) sowie das für viele “Menthol”-Abkömmlinge typische Fenchol. Eine 2025 im Rattenmodell durchgeführte Studie untersuchte die neuroprotektive Wirkung von Fenchol bei alzheimertypischen Nervenzellveränderungen und fand Hinweise auf einen schützenden Effekt auf die neuronale Integrität, vergleichbar mit dem Referenzwirkstoff Memantin. Das lässt sich nicht direkt auf den Konsum von Platinum Pavé übertragen, zeigt aber, dass auch ein eher unauffälliges Cannabis-Terpen wie Fenchol wissenschaftlich untersucht wird.
Mögliche Anwendungsbereiche
In der allgemeinen Cannabis-Literatur wird Platinum Pavé häufig im Zusammenhang mit Stress, innerer Unruhe, gedrückter Stimmung sowie Schmerzen und Verspannungen genannt. Das sind keine sortenspezifisch belegten medizinischen Wirkungen, sondern verbreitete Erfahrungsberichte aus der Cannabis-Community.
Ob und wofür die Sorte im Einzelfall geeignet ist, sollte immer gemeinsam mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt besprochen werden. Einen guten Überblick zu medizinischem Cannabis in Deutschland bietet die Patienteninformation des BfArM.
Nebenwirkungen im Überblick
Wie bei den meisten THC-reichen Sorten können Mundtrockenheit und gerötete, trockene Augen auftreten. Bei empfindlichen Personen oder zu hoher Dosierung sind auch Schwindel, ein beschleunigter Herzschlag oder kurzfristige Angstgefühle möglich.
Aufgrund der teils sehr hohen THC-Werte, die in der Literatur für Platinum Pavé genannt werden, gilt die Sorte eher als Sorte für erfahrene Konsumierende. Wer neu im Umgang mit stärker dosiertem Cannabis ist, sollte niedrig dosiert beginnen und die Wirkung abwarten, bevor nachdosiert wird.
Platinum Pavé: Sorten und THC-Gehalt im Vergleich
Platinum Pavé ist bei mehreren Herstellern mit unterschiedlichem THC-Gehalt gelistet:
| Produkt | THC | CBD |
|---|---|---|
| 420 Compound 27/1 CA PPE | 27% | 1% |
| Tilray Craft Cannabisblüten THC22 PPV | 22% | 0,1% |
| Tilray Craft Cannabisblüten THC25 PPV | 25% | 0,1% |
| Tilray Craft Cannabisblüten THC28 PPV | 28% | 1% |
| Tilray Craft Cannabisblüten THC28 PPV | 28% | 0,1% |
Häufig gestellte Fragen zu Platinum Pavé
Platinum Pavé wird in der Literatur uneinheitlich eingeordnet, teils als ausgewogener 50/50-Hybrid, teils als Indica-dominante Sorte. In jedem Fall handelt es sich um einen Hybrid mit Wirkungsanteilen aus beiden Welten.
Je nach Hersteller-Variante zwischen 22 und 28 Prozent. In der internationalen Cannabis-Literatur schwanken die Angaben deutlich stärker, von rund 18 bis vereinzelt über 30 Prozent, in Einzelfällen bis 34 bis 36 Prozent.
Dominant ist Limonen, dazu kommen häufig Caryophyllen, Linalool, Myrcen, Pinen und Fenchol, zusammen verantwortlich für das minzig-zitrische, süß-cremige Aroma.
Platinum Pavé geht auf eine Kreuzung aus Spritzer und Pavé zurück, gezüchtet von Compound Genetics. Pavé selbst stammt von Paris OG und The Menthol ab, wodurch die Linie bis zu Sorten wie Chemdawg, Skunk #1 und Northern Lights zurückreicht.
Bei gerauchten oder verdampften Blüten meist innerhalb weniger Minuten, mit einem allmählichen Übergang von einer energetisierend-euphorischen zu einer zunehmend körperbetont entspannenden Phase.
Hinweis
Diese Informationen dienen der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine ärztliche Beratung. Ob und in welcher Form eine Sorte für die individuelle Behandlung geeignet ist, entscheidet die verschreibende Ärztin oder der verschreibende Arzt.





