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Ultra Sour

Ultra Sour

Wer eine Ultra-Sour-Blüte zwischen den Fingern zerreibt, bekommt sofort eine Kostprobe des Namens: Ein scharfer, zitronig-saurer Diesel-Geruch steigt auf, der selbst erfahrenen Konsumierenden ein überraschtes Gesicht entlockt. Ultra Sour ist eine sativa-dominante Hybrid-Sorte des niederländischen Seedbanks T.H.Seeds, gezüchtet aus MK Ultra und East Coast Sour Diesel. Je nach Hersteller-Variante liegt der THC-Gehalt zwischen 20 und 25 Prozent, CBD spielt mit rund 1 Prozent praktisch keine Rolle. In der internationalen Cannabis-Literatur werden teils niedrigere Werte um 17 bis 20 Prozent genannt, vereinzelt auch Angaben bis knapp unter 27 Prozent. Auch die Einordnung als sativa-dominanter Hybrid oder schlicht als Hybrid fällt je nach Quelle unterschiedlich aus.

Inhalt

  1. Ultra Sour Steckbrief
  2. Herkunft & Genetik von Ultra Sour
  3. Aussehen und Wuchs
  4. Wirkung und Geschmack von Ultra Sour
  5. Wofür wird die Sorte eingesetzt?
  6. Nebenwirkungen im Überblick
  7. Ultra Sour Sorten und THC-Gehalt im Vergleich
  8. Häufig gestellte Fragen zu Ultra Sour

Ultra Sour Steckbrief

Merkmal Wert
Kategorie Sativa-dominanter Hybrid (teils auch als Hybrid oder Sativa geführt)
THC-Gehalt 20–25% (eigene Varianten), Literatur ca. 17–27%
CBD-Gehalt ca. 1%
Dominantes Terpen Limonen
Weitere Terpene Myrcen, Caryophyllen
Genetik MK Ultra x East Coast Sour Diesel (Züchter: T.H.Seeds)

Herkunft & Genetik von Ultra Sour

Die Sorte wurde vom Amsterdamer Seedbank T.H.Seeds gezüchtet und geht auf eine Kreuzung von MK Ultra und East Coast Sour Diesel zurück. Über die beiden Elternlinien reicht die Abstammung weiter zurück bis zu bekannten Diesel- und Kush-Linien sowie Northern Lights und afghanischen Landrassen. Diese sollen über MK Ultra für die entspannende Grundnote sorgen, während die Sour-Diesel-Linie das energetische, zitrusbetonte Profil beisteuert.

Sour-Diesel-Genetik taucht in der US-amerikanischen Zuchtgeschichte immer wieder als Baustein für scharf-zitronige, treibstoffartige Aromaprofile auf. Auch Gorilla Glue zählt über ihre Elternsorte Chocolate Diesel und die säuerliche Sour Dubb zur weiteren Diesel-Familie, auch wenn beide Sorten unabhängig voneinander gezüchtet wurden.

Bei der Einordnung als Sorten-Typ gehen die Angaben leicht auseinander. Die meisten Quellen führen die Sorte als sativa-dominanten Hybrid, teils mit einem Verhältnis von rund 70 Prozent Sativa zu 30 Prozent Indica. Vereinzelt wird sie auch schlicht als Hybrid oder als Sativa bezeichnet, in der Praxis wird sie aber durchgehend der sativa-lastigen, aufhellend-anregenden Kategorie zugeordnet.

Aussehen und Wuchs

Ultra Sour bildet fluffige, teils spatenförmige Blüten in einem hellen bis bläulich schimmernden Grünton. Charakteristisch sind die zahlreichen leuchtend orangefarbenen Blütenhaare, die sich deutlich vom lockeren Blütenaufbau abheben.

Über der Oberfläche liegt ein feiner, oft bernsteinfarbener Belag aus Trichomen. Er unterstreicht den insgesamt luftigen, nicht allzu dicht gepackten Charakter der Blüten, der für viele sativa-lastige Sorten typisch ist.

Wirkung und Geschmack von Ultra Sour

Konsumierende beschreiben einen schnell einsetzenden, klar zerebral geprägten Wirkungsverlauf. Im Vordergrund stehen eine spürbare Aufhellung der Stimmung, ein Gefühl geistiger Klarheit und ein leicht anregender, energetisierender Effekt, der die Sorte häufig für den Tageskonsum interessant macht. Diese Wirkung wird oft als sozial, kreativitätsfördernd und fokussierend beschrieben, typisch für sativa-dominante Hybride.

Wie stark und wie schnell die Wirkung eintritt, hängt stark von Dosierung, individueller Verträglichkeit, Konsumform und der jeweiligen Produktvariante ab. Gerade bei den höher dosierten Varianten mit bis zu 25 Prozent THC empfiehlt sich ein vorsichtiger, niedrig dosierter Einstieg.

Namensgebend ist die deutlich saure, zitronige Note, die von einem markanten Diesel-Aroma begleitet wird. Manche Beschreibungen nennen zusätzlich Kiefern- und Limettennuancen sowie einen würzig-erdigen Unterton. Ähnlich säuerlich-zitrisch fällt das Profil bei Atomic Sour Grapefruit aus, die ebenfalls von einem dominanten Limonen-Anteil geprägt wird.

Verantwortlich für das Aroma ist in erster Linie das dominante Terpen Limonen, ergänzt durch Myrcen (erdig-moschusartig) und Caryophyllen (würzig-pfeffrig). Solche Kombinationen aus Cannabinoid- und Terpenwerten werden auch in der Wissenschaft genutzt, um Cannabis-Chemotypen zu unterscheiden: Eine im Fachjournal Phytochemistry veröffentlichte Studie von Fischedick und Kollegen zeigt, dass gerade limonenreiche Chemotypen sich in der chemischen Fingerabdruck-Analyse deutlich von myrcen- oder pinendominierten Sorten abgrenzen lassen, was die charakteristische Zitrus-Diesel-Note von Sorten wie Ultra Sour analytisch erklärbar macht.

Wofür wird die Sorte eingesetzt?

In der allgemeinen Cannabis-Literatur wird Ultra Sour häufig im Zusammenhang mit Stress, niedergedrückter Stimmung, Erschöpfung sowie Appetitlosigkeit genannt. Das sind keine sortenspezifisch belegten medizinischen Wirkungen, sondern verbreitete Erfahrungsberichte aus der Cannabis-Community.

Ob und wofür die Sorte im Einzelfall geeignet ist, sollte immer gemeinsam mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt besprochen werden. Einen guten Überblick zu medizinischem Cannabis in Deutschland bietet die Patienteninformation des BfArM.

Nebenwirkungen im Überblick

Wie bei den meisten THC-reichen Sorten können Mundtrockenheit und gerötete, trockene Augen auftreten. Bei empfindlichen Personen oder zu hoher Dosierung sind aufgrund der anregenden Wirkung auch Schwindel, ein beschleunigter Herzschlag oder kurzfristige Angst- beziehungsweise Unruhegefühle möglich.

Wer neu im Umgang mit stärker dosiertem Cannabis ist, sollte niedrig dosiert beginnen und die Wirkung abwarten, bevor nachdosiert wird.

Ultra Sour Sorten und THC-Gehalt im Vergleich

Die Sorte ist bei mehreren Herstellern mit unterschiedlichem THC-Gehalt gelistet:

Produkt THC CBD
enua 20/1 USR CA 20% 1%
Medical Saints 21/1 USR 21% 1%
enua 22/1 USR CA 22% 1%
enua 22/1 USR CA Smalls 22% 1%
enua 25/1 USR CA 25% 1%

Häufig gestellte Fragen zu Ultra Sour

Die Sorte gilt als sativa-dominanter Hybrid, teils auch schlicht als Hybrid oder Sativa bezeichnet. Wirkung und Aroma fallen überwiegend sativa-typisch aus.

Je nach Hersteller-Variante zwischen 20 und 25 Prozent, in der internationalen Cannabis-Literatur finden sich auch niedrigere Angaben um 17 bis 20 Prozent sowie vereinzelt Werte bis knapp unter 27 Prozent.

Dominant ist Limonen, dazu kommen Myrcen und Caryophyllen. Zusammen sind sie verantwortlich für das zitronig-saure Diesel-Aroma.

Der Name verweist auf die Elternsorte MK Ultra sowie auf die ausgeprägt saure, zitronige Geschmacksnote, die von der zweiten Elternlinie East Coast Sour Diesel stammt.

Bei gerauchten oder verdampften Blüten meist innerhalb weniger Minuten, mit einem spürbar zerebral-anregenden Charakter, der die Sorte für den Konsum tagsüber interessant macht.

Hinweis

Diese Informationen dienen der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine ärztliche Beratung. Ob und in welcher Form eine Sorte für die individuelle Behandlung geeignet ist, entscheidet die verschreibende Ärztin oder der verschreibende Arzt.

Key Takeaways

  • Sativa-dominanter Hybrid aus MK Ultra x East Coast Sour Diesel (Züchter: T.H.Seeds)
  • THC-Spanne 20–25% (eigene Varianten), Literatur ca. 17–27%, CBD ca. 1%
  • Dominantes Terpen: Limonen, dazu Myrcen und Caryophyllen, verantwortlich für das zitronig-saure Diesel-Aroma
  • Schnell einsetzende, zerebral-energetisierende Wirkung, die die Sorte für den Tageskonsum interessant macht
Tags: Hybrid, Sativa-dominant

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