2012 kürte das US-Magazin High Times Ghost Train Haze zu einer der potentesten Cannabis-Sorten der Welt. Die Sativa-dominante Hybrid-Sorte ist seither vor allem für ihre außergewöhnlich starke, zerebral-energetisierende Wirkung bekannt. Dazu kommt ein süß-zitroniges Aroma mit würzigen Kiefer-Noten. Je nach Hersteller-Variante liegt der THC-Gehalt zwischen 18 und 26 Prozent, CBD bewegt sich mit rund 1 Prozent praktisch im Hintergrund, in der internationalen Literatur werden teils bis zu 27 oder 28 Prozent THC genannt.
Ghost Train Haze Steckbrief
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Kategorie | Hybrid, Sativa-dominant (Sativa-Anteil laut Quellen ca. 70–80%) |
| THC-Gehalt | 18–26% (eigene Varianten), Literatur teils bis 27–28% |
| CBD-Gehalt | ca. 1% |
| Dominantes Terpen | Limonen |
| Weitere Terpene | Terpinolen, Myrcen, Caryophyllen |
| Genetik | Ghost OG x Nevil’s Wreck, laut Rare Dankness Seeds teils Nevil’s Wreck x Poison OG |
Zucht und genetische Herkunft
Zur genauen Abstammung von Ghost Train Haze kursieren zwei Versionen. Der Großteil der Quellen, darunter mehrere englischsprachige Cannabis-Datenbanken, beschreibt die Sorte als Kreuzung aus Ghost OG und Nevil’s Wreck (auch Neville’s Wreck genannt). Ghost OG selbst wird dabei häufig auf OG-Kush- und Afghan-Kush-Genetik zurückgeführt, ähnlich wie die verwandte Sorte OG Kush. Der Züchter Rare Dankness Seeds führt seine mit “#9” gekennzeichnete Variante dagegen auf eine Kreuzung aus Nevil’s Wreck und Poison OG zurück und gibt an, seit über einer Dekade an dieser Linie zu arbeiten.
Nevil’s Wreck soll seinerseits auf Arcata Trainwreck und Neville’s Haze zurückgehen, ähnlich wie bei der verwandten Sorte Amnesia Haze, die ebenfalls über Nevil’s Haze in der Abstammungslinie verfügt. In beiden kursierenden Versionen steht damit letztlich eine potente, sativalastige Haze-Genetik im Hintergrund, auch wenn sich die konkrete Elternkombination je nach Quelle unterscheidet. Unabhängig von der genauen Abstammung wird Ghost Train Haze in nahezu allen Quellen einheitlich als Sativa-dominanter Hybrid eingeordnet, mit einem Sativa-Anteil zwischen etwa 70 und 80 Prozent.
Aussehen und Wuchs
Ghost Train Haze bildet dichte, kompakte Blüten in hellem bis mittlerem Grün, durchzogen von zahlreichen hell- bis orangefarbenen Blütenhaaren. Charakteristisch ist ein dichter Trichombelag, der den Blüten einen frostigen, harzigen Glanz verleiht, ein optischer Hinweis auf den vergleichsweise hohen THC-Gehalt der Sorte. Der Wuchs wird in der Literatur häufig als kräftig und hochstreckend beschrieben, typisch für sativalastige Genetiken.
Beim Zerreiben der Blüten treten die harzigen, klebrigen Eigenschaften der Trichome besonders deutlich hervor. Das verstärkt zusätzlich den intensiven, durchdringenden Geruch der Sorte.
Wirkung und Geschmack von Ghost Train Haze
Ghost Train Haze gilt als eine der stärker wirkenden Sativa-dominanten Sorten. Nutzerinnen und Nutzer beschreiben eine schnell einsetzende, intensiv zerebrale Wirkung mit energetisierendem, euphorisierendem und stimmungsaufhellendem Charakter. Häufig genannt werden gesteigerte Kreativität, Konzentration und eine gewisse Gesprächigkeit, manche berichten zusätzlich von einer leicht kichrigen, gehobenen Grundstimmung. Eine spürbare körperliche Entspannung tritt bei manchen Konsumierenden erst im weiteren Verlauf auf und bleibt insgesamt schwächer als die geistige Wirkung.
Aufgrund des hohen THC-Gehalts vieler Varianten, bis zu 26 Prozent, in der Literatur teils darüber, gilt die Sorte als eher ungeeignet für unerfahrene Konsumierende oder Personen mit Neigung zu Angstzuständen. Eine Übersichtsarbeit zur Verträglichkeit hoch dosierten THCs kommt zu dem Schluss, dass Menschen mit regelmäßiger Cannabis-Erfahrung hohe THC-Dosen deutlich besser vertragen als Gelegenheitskonsumierende. Ein vorsichtiger, niedrig dosierter Einstieg wird deshalb gerade bei den höher dosierten Varianten ab etwa 23 bis 26 Prozent THC empfohlen.
Geschmacklich wird Ghost Train Haze meist als süß-zitronig mit deutlichen Kiefer-Noten und einer würzig-erdigen Grundnote beschrieben, teils ergänzt um leicht säuerliche Zitrusakzente. Der Geruch der Blüten gilt als sehr intensiv und durchdringend, weshalb die Sorte in mehreren Quellen als besonders “pungent” hervorgehoben wird. Verantwortlich für dieses Profil ist neben dem dominanten Limonen vor allem Terpinolen, das für die fruchtig-süßen und leicht blumigen Nuancen sorgt. Myrcen (erdig-moschusartig) und Caryophyllen (würzig-pfeffrig) verleihen dem Aroma zusätzlich seine würzige Tiefe.
Wofür wird Ghost Train Haze eingesetzt?
In der allgemeinen Cannabis-Literatur wird Ghost Train Haze häufig im Zusammenhang mit Erschöpfung, Antriebslosigkeit, gedrückter Stimmung sowie Stress genannt, vor allem wegen der energetisierenden, stimmungsaufhellenden Wirkung. Einige Quellen führen zudem gelegentliche Kopfschmerzen sowie allgemeines Unwohlsein als Themen an, bei denen Nutzerinnen und Nutzer über positive Erfahrungen berichten.
Das sind Erfahrungsberichte aus der Cannabis-Community, keine sortenspezifisch belegten medizinischen Wirkungen. Ob und wofür Ghost Train Haze im Einzelfall geeignet ist, sollte immer gemeinsam mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt besprochen werden. Einen guten Überblick zu medizinischem Cannabis in Deutschland bietet die Patienteninformation des BfArM.
Mögliche Nebenwirkungen
Wie bei den meisten THC-reichen, sativadominanten Sorten können Mundtrockenheit und gerötete, trockene Augen auftreten. Bei empfindlichen Personen oder zu hoher Dosierung sind aufgrund der intensiven zerebralen Wirkung außerdem Herzrasen, Schwindel, innere Unruhe oder kurzfristige Angst- beziehungsweise Panikgefühle möglich. Vereinzelt werden in Erfahrungsberichten auch leichte Kopfschmerzen bei sehr hoch dosierten Varianten genannt.
Wer neu im Umgang mit stark potenten Sorten ist, sollte niedrig dosiert beginnen, ausreichend Zeit zwischen den Konsumeinheiten lassen und die Wirkung in Ruhe abwarten, bevor nachdosiert wird.
Ghost Train Haze Sorten im Vergleich
Ghost Train Haze ist bei mehreren Herstellern mit unterschiedlichem THC-Gehalt gelistet, der CBD-Anteil bewegt sich über nahezu alle Varianten hinweg konstant bei rund 1 Prozent. Die folgende Übersicht zeigt die aktuell verfügbaren Produktvarianten im Vergleich:
| Produkt | THC | CBD |
|---|---|---|
| Social Choice 18/1 SEN GTH | 18% | 1% |
| Cannamedical Hybrid classic DK | 21% | 1% |
| Pedanios 22/1 | 22% | 0,9% |
| Pedanios 22/1 GTH CA | 22% | 1% |
| Wellford Aquaponic 23/1 GTH | 23% | 1% |
| Cannamedical Hybrid Forte DK | 24% | 1% |
| Wellford Aquaponic 26/1 GTH | 26% | 1% |
Häufig gestellte Fragen zu Ghost Train Haze
Ghost Train Haze ist ein Sativa-dominanter Hybrid, kein reiner Sativa oder Indica. Der Sativa-Anteil wird je nach Quelle mit etwa 70 bis 80 Prozent angegeben, entsprechend überwiegt eine energetisierende, zerebrale Wirkung.
Je nach Hersteller-Variante zwischen 18 und 26 Prozent, in der internationalen Cannabis-Literatur werden teils auch bis zu 27 oder 28 Prozent genannt. 2012 bezeichnete das US-Magazin High Times die Sorte als eine der potentesten der Welt.
Die meisten Quellen nennen eine Kreuzung aus Ghost OG und Nevil’s Wreck. Der Züchter Rare Dankness Seeds gibt für seine “#9”-Variante stattdessen Nevil’s Wreck x Poison OG als Elternlinie an.
Dominant ist Limonen, dazu kommen Terpinolen, Myrcen und Caryophyllen, zusammen verantwortlich für das süß-zitronige Aroma mit würzigen Kiefer-Noten.
Bei gerauchten oder verdampften Blüten meist innerhalb weniger Minuten, mit einer schnell einsetzenden, ausgeprägt zerebralen Wirkung, die im weiteren Verlauf bei manchen Nutzern in eine leichte körperliche Entspannung übergehen kann.
Hinweis
Diese Informationen dienen der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine ärztliche Beratung. Ob und in welcher Form eine Sorte für die individuelle Behandlung geeignet ist, entscheidet die verschreibende Ärztin oder der verschreibende Arzt.





